12. Saarbrücker Gesundheitsgespräche 2016


Sektorübergreifende Qualitätssicherung:
methodisch komplex – praktisch unmöglich?

Das Thema der 12. Gesundheitsgespräche, die am 14. September im Casino des Klinikums Saarbrücken stattfanden betrifft zunehmend alle Bereiche unseres Gesundheitssystems.
                    
Begonnen hat es 2007 mit dem GKV-WSG (Wirtschaftlichkeits-Stärkungs-Gesetz). Erinnern Sie sich?

In diesem Gesetz wurde beschlossen, die im SGB V bestehenden gesetzlichen Regelungen zur Qualitätssicherung zusammen zu fassen und Anforderungen an Qualitätssicherung in allen Sektoren der medizinischen Versorgung möglichst einheitlich zu gestalten.

Der Gesetzgeber hat den G-BA beauftragt Richtlinien festzulegen, die verpflichtende einrichtungs- und sektorenübergreifende Maßnahmen der Qualitätssicherung definieren.

Der G-BA macht das nicht selbst, sondern wird hierbei unterstützt von einem Institut, dessen Aufgaben in §137a SGB V definiert sind.

Bis 2015 war dies das AQUA Institut in Göttingen. Im Januar 2015 haben die Partner der Selbstverwaltung und das BMG das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) gegründet, welches im Januar 2016 seine Arbeit gemäß §137a SGB V aufnahm. Trägerin des Instituts ist eine privatrechtliche Stiftung.

Die Erarbeitung der Richtlinien für Maßnahmen der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung hat 2010 begonnen und wurde zuletzt 2015 überarbeitet.

Diese Richtlinien gliedern sich in einen Teil 1, der die allgemeinen Rahmenbedingungen definiert, die institutionellen Strukturen benennt, in denen QS durchgeführt wird, der die Datenflüsse regelt und das Vorgehen zur Auswertung und Nutzung der Daten festlegt.

In Teil 2 sind die themenspezifischen Bestimmungen, in denen die konkreten Vorgaben zu den jeweiligen Behandlungsverfahren festgelegt sind. Die Liste der Behandlungsverfahren und Leistungsbereiche für die Daten verpflichtend zu erfassen sind, wird von Jahr zu Jahr länger.
Sie erfasst die verschiedensten Fachgebiete und reicht von der ambulant erworbenen Pneumonie bis zur Nieren-Pankreastransplantation.
Das Datenflussmodell zeigt, dass patientenidentifizierende Datenerhebung (Follow up) ebenso möglich ist wie Leistungserbringer identifizierende Datenerhebung.

Die Struktur, die für die Umsetzung dieses Gesetzes erforderlich ist umfasst somit den G-BA, das IQTiG und die jeweiligen Landesgremien. In all diesen Gremien sitzen Menschen, die unterschiedliche Interessen vertreten. Sie versuchen, Qualitätssicherung in Richtlinien zu packen. Sie definieren die Daten, die verpflichtend gesammelt werden müssen und bestimmen die Kriterien, wie diese Daten auszuwerten sind und welche Daten veröffentlicht werden.
Es wurde ein großer Apparat erschaffen mit dem Ziel, Qualität medizinischer Versorgung sektorenübergreifend zu erfassen und zu bewerten.

Da tauchen natürlich eine Menge Fragen auf.

Unabhängig davon, welche Unmenge an Daten inzwischen erfasst werden müssen und ob dies wirklich alles sinnvoll ist, frage ich mich:
Ist es überhaupt möglich, überregional und zentral Kriterien festzulegen, um medizinische Behandlung sektorenübergreifend zu messen und Behandlungsergebnisse miteinander zu vergleichen? Wird die Individualität des Patienten in all diesen Richtlinien und Fragenkatalogen ausreichend berücksichtigt oder ist der Patient „Störfaktor im System“?
Stehen Aufwand und Ergebnis dieser Datensammlung in einem sinnvollen Verhältnis zueinander? Wem dienen die ganzen Daten, die zurzeit noch vornehmlich im KH gesammelt werden wirklich? Erreichen wir damit eine bessere medizinische Versorgung unserer Patienten oder dienen sie doch mehr den Kostenträgern z.B. als Verhandlungsgrundlage mit den KH und der Politik z.B. zur KH Planung?
Wir haben Qualitätsmanagement verpflichtend in allen Bereichen der medizinischen Versorgung. Wir haben die Möglichkeit des Benchmarkings um uns miteinander in bestimmten Bereichen zu vergleichen. Wir haben gesetzlich geregelte Qualitätskriterien in den Bereichen Arzneimittel, Hilfsmittel, Medizinprodukte und vieles mehr. All diese Maßnahmen sind sinnvoll und dienen der Sicherung und dem Erhalt unserer guten medizinischen Versorgung.

Wir, die Veranstalter der Saarbrücker Gesundheitsgespräche, wollten nun wissen, wie sektorenübergreifende Qualitätssicherung gestaltet sein soll. Und ob dies überhaupt mit dem existierenden Ansatz des IQTiG möglich ist.

 Herr Dr. Bernd Menzinger, GF des Dezernates für Personalwesen und Krankenhausorganisation der DKG und Mitglied im Stiftungsrat des IQTiG erläuterte uns in seinem Beitrag ausführlich die Grundlagen der QS und nannte später einige Zahlen. Er sagte u.a. dass 2015 von gut 32.000.000 erhobenen Datensätzen etwa 16.000 auffällig waren. Das sind 0,05%. (Wozu dann der Aufwand?)

Er erwähnte eine Studie, die ermittelt hat, welcher Zeitaufwand für die Datensammlung im Krankenhaus erforderlich ist. Das sind auf ärztlicher Seite gut drei Stunden und auf pflegerischer Seite mehr als vier Stunden täglich. Er teilte uns auch mit, dass die derzeitigen Daten-Kriterien vornehmlich besondere Behandlungsverfahren und häufige Behandlungsverfahren im Krankenhaus betreffen und mehr der allgemeinen Transparenz dienen und weniger der Qualitätssicherung. Er konnte nur wenig zur Planung der geforderten sektorenübergreifenden QS sagen. Zurzeit werden in diesem Bereich nur Daten aus dem Bereich der Kardiologie erhoben. Über Qualitätssicherung im Bereich der ambulanten Medizin war er leider nicht informiert. 

Herr Dr. Joachim Meiser, 2. Vorsitzender der KVS stellte in seinem Beitrag die existierenden Qualitätssicherungsmaßnahmen vor, die im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung durchgeführt werden. Er verwies auch auf den jährlichen zu veröffentlichen Qualitätsbericht, in dem alle Qualitätssicherungsmaßnahmen und Ergebnisse veröffentlicht werden. Er informierte über die unterschiedlichen Behörden, die im ambulanten Bereich Kontrollrecht haben und teilweise die gleichen Kriterien überprüfen, wie z.B. Ausstattung, Gerätefunktion, Hygiene, und dass es bisher nicht gelungen ist, diese parallelen Kontrollrechte in einer Behörde zu koordinieren. Er kann sich sektorenübergreifende Qualitätssicherung da vorstellen, wo in verschiedenen Bereichen der Patientenversorgung die gleichen Leistungen erbracht werden und hält dies für eine spannende Aufgabe.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass zum Thema der gesetzlich geforderten sektorübergreifenden Qualitätssicherung noch wenig gesagt werden kann.

Meine Fragen konnte der Nachmittag nicht beantworten. Bei all den bestehenden und auch gewachsenen Qualitätssicherungsmaßnahmen in Krankenhaus und Praxis macht es für mich mehr Sinn, jetzt Zeit, Personal und Geld in gute Pflege und gute medizinische Weiterbildung zu investieren. Das würde die Qualität der medizinischen Versorgung in allen Bereichen verbessern.


Dr. Sigrid Bitsch
Vorsitzende SÄS


Ein interessanter Artikel zum Thema:

http://www.netzwerk-versorgungsforschung.de/uploads/Stellungnahmen/DNVF-Stellungnahme_IQTIG_PlanQI.pdf

11. Saarbrücker Gesundheitsgespräche


eHealth und elektronische Vernetzung in der medizinischen Versorgung


Am 9. September fanden im Casino des Klinikums die diesjährigen Gesundheitsgespräche statt. EHealth- das Thema ist nicht neu. Mehr als zehn Jahre ist es inzwischen her, dass das Thema elektronische Vernetzung im Gesundheitswesen vom Gesetzgeber angestoßen wurde. Doch was mit der Vision einer elektronischen Patientenakte begann, wich schnell der Skepsis.

Obwohl technische Entwicklungen in vielen Bereichen der Medizin eine gewichtige Rolle spielen, steckt die Vernetzung der Leistungserbringer untereinander immer noch in den Kinderschuhen.

Die 11. Saarbrücker Gesundheitsgespräche wollten daher vor allem diejenigen zu Wort kommen lassen, die bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt haben.

Zunächst begrüßte BARMER GEK Landesbereichleiter Michael Keck die Gäste aus Politik und Ärzteschaft sowie Vertreter von Krankenkassen und Kliniken.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann machte in ihrem Grußwort die Chancen einer Entwicklung deutlich, in der die beiden Megatrends “Digitalisierung“ und “Gesundheit“ aufeinander treffen: so zum Beispiel die große Hoffnung auf eine verbesserte Versorgung durch individuelle Therapien bei onkologischen Erkrankungen.

Der Vorsitzende der KV Saarland, Dr. Gunter Hauptmann, erstaunte das Publikum, als er demonstrierte, wie viel technisches Gerät der Arzt von heute mit sich führen muss, um eine moderne Praxis betreiben zu können. Er widersprach dem Eindruck, die Ärzte würden beim Projekt eGK blockieren. Für die Kollegen sei vielmehr wichtig, kein „Bürokratieerfüllungsgehilfe“ zu sein , stattdessen sollten medizinische Anwendungen mit Nutzen für den Patienten in den Vordergrund rücken.

Volker Roschansky legte dar, wie die Uniklinik RWTH Aachen mit der elektronischen Fallakte den Anforderungen an einen modernen strengen Datenschutz Genüge leistet. Die Verteilung von Berechtigungskompetenzen und eine angemessene Beteiligung des Patienten seien Fragen, die geklärt werden müssen, ohne dabei einen reibungslosen Ablauf des Klinikalltages zu beeinträchtigen. Vielversprechendes Potential für die Zukunft sah Roschansky in der virtuellen Visite im Bereich der Intensivmedizin.

BARMER GEK- Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis stellte mit dem Arzt- und Krankenhausnavi zwei Informationsangebote für Versicherte vor, deren Ziel es ist, dem zunehmenden Bedarf an unabhängigen Verbraucherschutz durch mehr Transparenz im Gesundheitswesen Rechnung zu tragen. Beide Portale bereiten Qualitätsinformationen schnell und übersichtlich auf, um den Patienten eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

Dass das Innovationspotential von internetbasierten Therapien gerade auch für die Behandlung von Kindern genutzt werden kann, zeigte sie mit der „App auf Rezept“, einem exklusiven Angebot der BARMER GEK, mit dem Kinder spielend besser sehen lernen.

Mit den juristischen Fallstricken des Themas setzte sich abschließend Sven Lichtschlag-Traut, Fachanwalt für Medizinrecht der Sozietät Heimes und Müller, auseinander. Schnell einen Arztbrief mit SIRI diktieren oder eine nützliche App runterladen? Vorsicht, hier drohen haftungsrechtliche Konsequenzen. Ein Arzt sei gut beraten, genau zu überlegen, welchen technischen Anwendungen er Vertrauen schenkt, denn er trage eine hohe Sorgfaltspflicht, dass diese auch ordnungsgemäß funktionieren und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen angewendet werden.

Nadine Jäger BARMER GEK

10. Saarbrücker Gesundheitsgespräche 10.09.2014


Die 10. Saarbrücker Gesundheitsgespräche fanden am 10. September im Kasino des Klinikums Saarbrücken statt.

Im ersten Teil der Veranstaltung berichtete Herr Dr. Gunter Hauptmann, Vorsitzender der KVS über die Studie, die die Kassenärztliche Vereinigung Saarland mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Management im Gesundheitswesen der Universität des Saarlandes zur ambulanten fachärztlichen Versorgung im Saarland durchgeführt hat. Das saarländische Modellprojekt: „Dringliche Überweisung" für zeitnahe Facharzttermine lieferte die Daten für diese Studie, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Univ. Prof. Dr. Martin Dietrich durchgeführt wurde. Herr Dr. Hauptmann erläuterte den Aufbau der Studie und zeigte eine Menge Daten, die zur Auswertung kamen. Da die Studie kurz vor dem Abschluss stand, konnte er verständlicherweise den Ergebnissen nicht vorgreifen.

Inzwischen ist die Studie abgeschlossen, die Ergebnisse liegen vor und wurden auch bereits der Presse vorgestellt. Das Ergebnis der Studie zeigt, das saarländische Modell der „Dringlichen Überweisung" ist eine gute Möglichkeit, dringende fachärztliche Untersuchungen zeitnah durchzuführen.

Vor dem Hintergrund des geplanten Gesetzes der GroKo, Facharzttermine innerhalb von vier Wochen zu garantieren bleibt zu hoffen, dass es eine Möglichkeit geben wird, regionale Konzepte, die nachgewiesenermaßen erfolgreich sind, auch anzuwenden.

Das zweite Thema des Nachmittags beschäftigte sich mit der persönlichen Leistungserbringung, einer Anforderung, die von Ärztinnen und Ärzten juristisch unterschätzt wird.

Die Pflicht zur persönlichen Leistungserbringung spielt nicht nur bei den Kollegen in der Klinik (z.B. Persönliche Ermächtigung, Wahlleistungen) eine Rolle, sondern auch bei uns niedergelassenen Ärzten (z.B. Delegation auf nichtärztliches Personal) eine wichtige Rolle. Dass es Verrichtungen gibt, wie etwa ein operativer Eingriff, die nur ein Arzt selbst ausüben kann, ist allseits anerkannt. Wie sieht es aber mit den anderen Tätigkeiten aus? Wann darf ein Arzt eine Tätigkeit auf nichtärztliches Personal delegieren? Was muss er hierbei beachten? Was ist der Unterschied zwischen persönlicher und höchstpersönlicher Leistungserbringung? Was muss ich bei einer Ermächtigung beachten? Wie sieht es mit der Vertretung oder der Anstellung von Assistenten aus? Diese und noch viele weitere Fragen waren Gegenstand des Vortrags von Herrn Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht Sven Lichtschlag-Traut. Seine Ausführungen haben gezeigt, dass es gerade bei der Frage der Delegation oftmals an einer klaren Regelung fehlt und die Gefahr eines Regresses oder gar eines Strafverfahrens wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Ärztinnen und Ärzte schwebt.

Nach einer lebhaften Diskussion konnten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem kleinen Imbiss stärken.

Dr. Sigrid Bitsch

RA, FA für Medizinrecht, Sven Lichtschlag-Traut

Koalitionsvertrag 27. November 2013


Dies ist der vereinbarte Koalitionsvertrag von CDU / CSU und SPD, der in der letzten Nacht fertig gestellt wurde. Ob er zustande kommt, werden die Mitglieder der SPD bis Mitte Dezember entscheiden.

Koalitionsvertrag

KV-SafeNet


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Ein-Klick-Abrechnung wird für uns alle ab der Abrechnung des 2. Quartal 2014 (1.7.14) verpflichtend. Voraussetzung für die Ein-Klick-Abrechnung ist die Installation des KV-SafeNet. Verschiedene Firmen bieten die Installation an. Ein Angebot möchten wir Ihnen zur Kenntnis bringen.

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Neuauflage des Leitfadens "Gewalt gegen Kinder"




Der Leitfaden Gewalt wurde 1998 erstmals aufgelegt. Im Jahre 2009 wurde der Leitfaden erstmals überarbeitet, jetzt 2014 wurde die 3. überarbeitete Auflage am 09. Juli im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung vorgestellt.


Herausgeber ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer des Saarlandes, Abt. Ärzte und Abt. Zahnärzte, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte LV Saarland, dem Saarländischen Ärzte-Syndikat und der Techniker Krankenkasse Landesvertretung Saarland.

Der Leitfaden steht Ihnen als pdf Datei hier zur Verfügung.

Leitfaden

Saar-Lor-Lux Treffen der Syndicats Médicaux am 29. Juni 2013


Seit 1985 treffen sich Vertreter/innen der Ärzte-Syndikate aus der Region abwechselnd in Metz, Luxemburg und Saarbrücken um über aktuelle gesundheitspolitische Themen zu diskutieren. In diesem Jahr fand unser Treffen in Metz statt.
Die Luxemburger AMMD (Association des médecins et médecins-dentiste) war vertreten mit den Kollegen Claude Schummer (Secrétaire général) und Marc Pfeiffer. Die gastgebende CSMF (Conféderation des syndicats médicaux francais) war vertreten mit den Kollegen Alain Prochasson (Präsident) und den Kollegen Mustapha Moulla und Kollege Thiery Bour (Secrétaire général. Vom Saarländischen Ärzte-Syndikat nahmen die Kollegen Gregor Ney, Rüdiger Guß, Rainer Hoffmann und ich selbst am Treffen teil.

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Infoveranstaltung „Patientenrechtegesetz“ am 19.06.2013 in Saarbrücken


Am 26.02.2013 ist das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten in Kraft getreten. Es wurden 8 neue Paragraphen in das BGB eingefügt (§ 630 a – h BGB).Zudem hat es 14 Änderungen im SGB V gegeben. Die beiden Referenten Rechtsanwalt Justizrat Dr. Bernd Luxenburger und Rechtsanwalt Sven Lichschlag-Traut, beides Fachanwälte für Medizinrecht, haben vor allem die zivilrechtlichen Neuregelungen vorgestellt und die Auswirkungen des neuen Gesetzes auf den Praxisalltag dargelegt. Neu ist z.B., dass dem Patienten eine Kopie des Aufklärungsbogens ausgehändigt werden muss.

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Rechenschaftsbericht 2012


Zwei Hauptthemen, mit denen sich die Ärzteschaft im Jahr 2012 beschäftigt hat sind der Ärztemangel und die Diskussion über den Sicherstellungsauftrag. Diese Themen werden auch in den kommenden Jahren unsere intensive Aktivität und Unterstützung erfordern. Die Umbauarbeiten im Haus Faktoreistraße haben begonnen und wir sind im November ins Nachbargebäude der RAG umgezogen. Unsere Büroräume befinden sich dort in der 2. Etage. Wenn die Arbeiten wie bisher im Zeitplan bleiben, werden wir zum Ende 2013 in die Faktoreistraße zurückkehren. Im Jahr 2012 fanden zwei Sitzungen des Vorstandes statt. Die Delegiertenversammlungen fanden statt am 3.5.2012 und am 13.12.2012. Themen der Versammlungen waren die Mitgliederbewegung, der Haushalt, die Umsetzung des Mentoringprogramms „Famulatur im Saarland“, die Situation der

Krankenhausärzte, die neue Notdienstordnung und zukünftig mögliche Aktivitäten des Verbandes.

In folgenden Kreisvereinen, Fachgruppen und Arbeitskreisen wurden in 2012 neue Vorstände gewählt. Die Vorsitzenden sind:

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Rechenschaftsbereicht 2011


Ein wichtiges Diskussionsthema in 2011 war für uns alle das Gesundheitsversorgungsstrukturgesetz. Das Gesetz wurde am 1. Dezember im Bundestag beschlossen und tritt am 1.1.2012 in Kraft. Dieses Gesetz wird uns somit auch im Jahr 2012 beschäftigen. Einige Punkte, mit denen sich das GKV-VStG beschäftigt:

·         Mehr Regionalisierung in einzeln Bereichen. Dies lässt bei der Ärzteschaft Hoffnung aufkeimen. Bei zunehmender Zentralisierung der Kassenlandschaft bleibt allerdings abzuwarten, in welchem Umfang regionale Besonderheiten auch verhandelbar sein werden.

·         Die Ausgabe der e-Card wird weiter fortgesetzt und soll bis Ende 2012 bei mindestens 70% der Versicherten vorhanden sein. Es ist somit davon auszugehen, dass auch die inhaltliche Entwicklung weiter voran getrieben wird.

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Elektronische Gesundheitskarte


Breite Front gegen elektronische Gesundheitskarte formiert sich.
Außer den verantwortlichen Politikern gibt es keine Befürworter der elektronischen Gesundheitskarte. Einem vernünftigem Menschen sträuben sich die Nackenhaare. Anbei finden Sie ein Schreiben an das Gesundheitsministerium, das von allen Betroffenen unterzeichnet werden sollte.

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Rechenschaftsbericht 2010


Die Delegiertenversammlung des SÄS hat im Mai 2010 die Veröffentlichung eines schriftlichen Rechenschaftsberichtes über das abgelaufene Kalenderjahr angeregt . Dieser Bericht ermöglicht es, eine breite ärztliche Öffentlichkeit über die Aktivitäten des Verbandes zu informieren. Das Syndikat, als freier Verband der Saarländischen Ärzteschaft mit fach- und sektorübergreifenden Gruppen ist für die gesamte saarländische Ärzteschaft seit mehr als 60 Jahren der freie Verband, der mit den Körperschaften Ärztekammer und KVS kooperiert.

Was hat sich in der Gesundheitspolitik im Jahre 2010 getan?

Nach dem Superwahljahr 2009 hat sich die Ärzteschaft Hoffnung auf positive Veränderung im Gesundheitswesen gemacht. In den Koalitionsverträgen der Bundesregierung wurde Ende 2009 schriftlich festgehalten: „Wir werden das Gesundheitswesen innovationsfreundlich, leistungsgerecht und demographiefest gestalten. Wir benötigen eine zukunftsfeste Finanzierung, Planbarkeit und Verlässlichkeit sowie Solidarität und Eigenverantwortung. Wir brauchen eine Kultur des Vertrauens anstelle bürokratischer Vorschriften.“

Inzwischen haben wir

·         ein Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften, welches außer dem Arzneimittelneuordnungsgesetz 20 weitere Rechtsvorschriften enthält.

·         ein Gesetz zur Patientenverfügung

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Saar-Lor-Lux Treffen 2009


resize_of_p1000981Saar-Lor-Lux Treffen 
der syndicats médicaux

Seit nunmehr 24 Jahren treffen sich Vertreter der ärztlichen   Organisationen aus der Saar-Lor Lux Region. Die Treffen   finden jährlich abwechselnd in Saarbrücken, Metz und Luxemburg statt. In diesen Treffen werden aktuelle gesundheitspolitische Themen besprochen. Die Sprache der Arbeitssitzungen ist Französisch, was uns Saarländern nur geringe Probleme bereitet. Bei Bedarf kommen die mehrsprachigen luxemburger Kollegen gerne zu Hilfe. Am 16. Mai 2009 trafen wir uns in Metz. Die Luxemburger AMMD (Association des Médecins et Médecins-Dentistes) wurde vertreten durch die Kollegen Dr. Uhrig (Präsident) und Dr. Schommer (Secrétair général), die gastgebende CSMF Lorraine (Confédération des Syndicats médicaux francais) durch ihren Präsidenten Dr. Alain Prochasson und fünf weitere Kollegen, Kollegin. Das saarländische Ärztesyndikat war diesmal vertreten durch Rüdiger Guss und Dr. Sigrid Bitsch,.

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Neuer Vorstand am 08.06.2017 gewählt!




Wechsel an der Spitze des Ärzteverbandes 




Der Ärzteverband des Saarlandes – Saarländisches Ärzte-Syndikat hat am 08.06.2017 einen neuen Vorstand gewählt. 

Neuer 1. Vorsitzender ist Dr. Thomas Stolz, Völklingen, 2. Vorsitzender Thomas Rehlinger, Wadern. 
 
Als Beisitzer wurden Dr. Axel Feldges, Merzig und Dr. Gudula Zimper, Kirkel gewählt. Daniela Altmeyer vertritt die Gruppe der angestellten Ärzte als weitere Beisitzerin. 
  
Herr Dr. Stolz bedankt sich bei Frau Dr. Bitsch für ihre langjährige Arbeit als Vorsitzende des Saarländischen Ärzte-Syndikates. Die Delegiertenversammlung wählte Frau Dr. Bitsch einstimmig zu ihrer Ehrenvorsitzenden.

Kein neues Kohlekraftwerk in Ensdorf !


Die Delegiertenversammlung des Saarländischen Ärzteverbandes sagt


NEIN zu diesem Großprojekt !

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